CIO 012 – Bausteine einer IT-Strategie

Bausteine einer IT-Strategie

Bausteine einer IT-Strategie

In Folge 12 geht es um die Bausteine und Elemente von IT-Strategien. Damit Sie die wesentlichen Elemente in Ihre IT-Strategie aufnehmen zeigt das id3cubic IT-Strategie Haus von Petra Koch mit 9 Bausteinen die wesentlichen Inhalte auf.

Folgende Aspekte werden in der Podcast-Folge besprochen:

  • Ausgangslage für die IT-Strategie Erstellung klären [00:00:30]
  • IT-Strategie Bausteine im Überblick [00:02:00]
  • Bausteine des id3cubic IT-Strategie Haus von Petra Koch im Detail [00:04:30]

Ich freue mich über Ihr Feedback.

Ausgangslage für die IT-Strategie Erstellung klären

Ja zunächst mal, was ist denn eigentlich die Ausgangslage? Sie möchten eine IT-Strategie entwickeln und die richtigen Inhalte einbeziehen. In Folge 4 haben wir schon darüber gesprochen, warum es eigentlich sinnvoll ist eine Strategie zu entwickeln. Wenn sie die Folge noch nicht gehört haben, können Sie das gerne jederzeit nachholen.

Klären Sie zunächst, wenn sie eine IT-Strategie entwickeln möchten, wie ihr aktueller Ist-Zustand ist in der IT-Organisation heute. Das heißt, wofür stehen Sie heute? Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Was können Sie noch verbessern? Und an welcher Stelle haben sie Chancen und Risiken?

Wenn Sie jetzt ein Zielbild definieren möchten, dann empfiehlt es sich das nicht einfach irgendwie völlig unkoordiniert zu machen, sondern zu überlegen, was sind eigentlich die wesentlichen Elemente einer IT-Organisation und auch ihrer Tätigkeiten und wie kann man die eben für die Zukunft als Zielbild vielleicht mit einem Horizont von circa fünf Jahren in die Zukunft projizieren und wo möchten Sie sich eben in fünf Jahren positioniert sehen? Das ist eigentlich der Hintergrund einer IT-Strategie, dass Sie einen Weg bekommen, also nicht schon einen vorgefertigten Weg, aber ein Zielbild, wo Sie mit gewissen Rahmenparametern sich hinbewegen können. Und diese Bausteine einer IT-Strategie, dafür habe ich ein IT-Strategie-Haus entwickelt und dieses IT-Strategie-Haus besteht aus 9 Bausteinen. #00:02:05-0#

IT-Strategie Bausteine im Überblick

Zunächst mal erzähle ich Ihnen, welche Bausteine in diesem Haus vorhanden sind und dann gehen wir auf die einzelnen Punkte noch mal näher ein.

Also Baustein Nummer 1 ist die IT-Vision und die IT-Mission. Da können Sie sich unter der Podcast Folge 8 nochmal die ganzen Details zur IT-Vision und Mission anhören.

Der Baustein Nummer 2 ist die IT-Steuerung und das ganze Thema IT-Governance und Controlling. Das heißt, dass diese beiden Blöcke IT-Vision IT-Mission und die IT-Steuerung, die bilden sozusagen das Dach dieses Hauses.

Dann geht es weiter als Punkt 3 mit Produkten und Services und IT-Innovation. Hier überlegen Sie, was sind die wesentlichen Produkte und Services, die wir anbieten und was sind unsere IT-Innovationen.

Punkt 4 des Hauses ist das IT-Projektportfoliomanagement. Sie sind in der IT meistens in Projekten eingebunden. Insofern ist das ein ganz wichtiger Bestandteil, sollte auch in der IT-Strategie nicht fehlen. #00:03:01-4#

Punkt 5, die IT-Prozesse und das Thema IT-Sicherheit. Also, welche Prozesse haben Sie erst mal in IT innerhalb und vielleicht aber auch ranken sie noch in die Geschäftsprozesse mit hinein, in die ihrer Fachbereiche.

Punkt 6 das Thema IT-Architektur. Da gehe ich gleich noch einmal wie gesagt besonders darauf ein und das Thema Lösungsdesign. Das heißt, wie kommen Sie eigentlich zu neuen Lösungen? Was sind ihre Methoden und Tools, die Sie vielleicht anwenden, um für die IT-Architektur die passende Lösung zu finden?

Punkt 7 ist das Thema Lieferanten-Management. Das klingt jetzt vielleicht zunächst etwas seltsam, aber ich hatte auch schon mal darüber gesprochen, dass es in der Zukunft aus meiner Sicht weggeht von dem Paradigma „Plan, Build, Run“ hin zu einem neueren Paradigma, das vielleicht „Innovate, Design, Transform“ heißen könnte und da werden Sie einfach weniger selber fertigen und vielleicht auch das eine oder andere zukaufen und das Thema Lieferanten-Management wird dann eben wichtiger werden. #00:03:59-8#

Punkt 8 ist das Thema Anforderungs-Management, absolut essentiell. Das heißt, Sie sollten die Anforderungen ihrer Fachbereiche verstehen und schauen, mit welchen Fragen, Nöten und Problemstellungen die auf Sie zukommen. Und das ist eben auch ein wichtiger Block.

Und dann Punkt 9, ist auch schon der letzte Bestandteil oder Baustein dieses Hauses für die IT-Strategie. Das ist der Punkt „Menschen und Kultur oder auch Transformation„. Das ist sozusagen das Fundament dieser IT-Strategie, sind die Menschen, die Unternehmenskultur und ihre Veränderungsbereitschaft eben das alles umzusetzen und zu bewegen.

Diese 9 Bausteine, ich nenne sie nochmal ganz kurz:

  1. „IT-Vision und Mission“,
  2. „IT-Steuerung und Governance“,
  3. „Produkte und Services | Innovation“,
  4. „Projekt-Portfoliomanagement“,
  5. „IT-Prozesse und „IT-Sicherheit“,
  6. „IT-Architektur | Lösungs-Design“,
  7. „Lieferanten-Management“,
  8. „Anforderungs-Management“ und
  9. „Menschen und Kultur | Transformation“.

Bausteine des id3cubic IT-Strategie Haus von Petra Koch im Detail

1. IT-Vision und Mission

Jetzt gehen wir auf die einzelnen Punkte etwas genauer ein. Auf die IT-Vision und Mission werde ich nicht mehr so detailliert eingehen. Dazu hören Sie am besten die Folge 8 noch einmal, falls Sie die noch nicht gehört haben. #00:05:05-3#

Da sind auch Beispiele dabei von anderen Unternehmen, wie das einfach aufzubauen ist und eine Vision und Mission, nur so viel dazu, ist eigentlicher Auftrag. Das ist das, wofür Sie morgens loslaufen, wofür sie aufstehen, wofür ihre IT-Organisation antritt.

2. IT-Steuerung und Governance

Und hier gehen wir direkt zum 2. Punkt. Die IT-Steuerung und Governance. Ganz wichtiger Punkt. Sie wollen Ihre IT-Organisation auch organisatorisch richtig aufstellen. Da gibt es verschiedene Fragestellungen, die man zum Beispiel unter diesem Punkt beleuchten könnte. Das ist zum Beispiel. Ist Ihre IT-Organisation international unterwegs? Ist es national? Gibt es verschiedene Steuerungsmodelle für den nationalen Teil oder für den internationalen Teil von der organisatorischen Ausrichtung her? Wie stellen Sie die Organisation auf? Also sogenannte Archetypen der Organisation. Sie sollten klären, welche Rollen und Verantwortlichkeiten gibt es in Ihrer IT-Organisation. #00:05:59-2#

Vor allen Dingen auch im Hinblick auf die verschiedenen Tätigkeiten. Dazu eignet sich zum Beispiel eine RACI Matrix, wo Sie Verantwortlichkeiten festlegen. Wer wird als Beratung hinzugezogen? Wer wird vielleicht über verschiedene Themen noch informiert? Und in diesem ganzen Block Governance ist es auch wichtig, dass Sie eine Art Controlling Prozess etablieren, sowohl von der strategischen Ebene, dass Sie überprüfen, wie wird eigentlich Ihre IT-Strategie umgesetzt? Funktioniert das alles so, wie Sie sich das vorgenommen haben? Also quasi strategisches Controlling darüberlegen. Aber auch das operative Controlling ihrer IT sollte in dem Punkt von der IT-Strategie her mit berücksichtigt werden aus meiner Sicht.

3. Produkte und Services | Innovationen

Der 3. Punkt, Produkte und Services und Innovationen. Da geht es darum, welche Produkte und Services bieten Sie Ihren Kunden eigentlich an oder wollen Sie in Zukunft mit ihrer IT-Strategie anbieten? Es geht auch darum zu schauen, was passiert eigentlich mit neuen Technologien? Welche Technologien sind im Moment heute aktuell? Welche könnten aber auch in Zukunft aktuell werden? #00:06:59-0#

Das heißt, eine Art Scouting für neue Technologien, wie eine Art Trend Radar oder eine Art Trend-Vorschau, dass Sie wissen, wann muss ich mich denn eigentlich mit dieser Technologie beschäftigen. Das hilft Ihnen auch dabei für die Zukunft gute Produkte und Services zu entwickeln, weil Sie können schlecht in einer Strategie sagen. Ich möchte in 4 Jahren dieses Produkt entwickeln oder diesen Service entwickeln. Das können Sie so konkret selten in einer IT-Strategie festschreiben.

Sie können aber sehr wohl sagen. Mit welchen Methoden und Mechanismen möchte ich das denn erreichen oder wie komme ich denn mit meinem Fachbereich dahin? Und aus dem Grund sind da auch zum Beispiel so Methoden wie Design Thinking, also kundenzentrierte Produktentwicklungen sehr, sehr gut oder auch das Thema Open Innovation, wo Sie nochmal sehr gezielt Methodiken an die Hand bekommen oder auch ihre Kunden mit einbinden können, Innovationen zu entwickeln und eben da weiterzuhelfen. Dass man auch relevante Produkte und Services anbietet aus der IT heraus. #00:07:57-5#

4. Projekt-Portfoliomanagement

Der nächste Punkt das Thema IT-Projekt-Portfoliomanagement. Wie schon gesagt, Sie haben in der IT eigentlich hauptsächlich Projekte. Das ist eigentlich das tägliche Geschäft sozusagen. Da geht es hauptsächlich in der strategischen Sichtweise jetzt mal darum, wie managen Sie eigentlich dieses Projekt-Portfolio und was sind so die Kernbestandteile, wonach Sie das überhaupt tun? Welche Projekte sind wirklich dringend? Welche müssen Sie wirklich machen? Welche Bewertungskriterien können Sie festlegen für die Einordnung in dieses Portfolio? Wonach machen Sie jetzt fest, ob das eine Projekt vor dem anderen durchgeführt wird oder wonach vielleicht ein Projekt auch gar nicht durchgeführt wird. Ist das Projekt nur ein Selbstzweck?

Prüfen Sie das vorab oder haben Sie wirklich konkrete sage mal Checklisten oder nennen wir es mal Kriterien, die Sie anlegen, um dieses Projekt-Portfolio einmal zu durchleuchten und eben auch, wenn neue Anfragen kommen, neue Projekt-Anfragen kommen, diese daraufhin zu prüfen. Projektorganisation ist auch ein Thema. Wir haben eben schon über die IT-Organisation als Organisationsform gesprochen und häufig werden eben halt auch noch mal Projekte mit einer Projektorganisation ausgestattet, also dem Projektteam, dem Projektleiter und eben dem Projekt-Lenkungsausschuss. #00:09:10-8#

Und das muss auch klar geregelt sein, dass dieses Projekt eben nach dieser Projektorganisation funktioniert und nicht nach der Linienorganisation. Das ist in vielen Unternehmen, das habe ich auch häufig festgestellt, immer nicht so ganz klar, an wen man denn dann zu berichten hat. Das heißt, in der IT-Strategie auch solche Punkte festzulegen, empfiehlt sich aus meiner Sicht.

Bei Projekten sind wir auch ganz klar immer bei Projektmethodiken und Vorgehensmodellen. Da gibt es auch diverse Themen, also ob man jetzt eher klassisch traditionell vorgeht nach festgeschriebenen Projekt-Vorgehensmodellen, nehmen wir das Wasserfall-Modell, das V-Modell oder andere. Oder ob man eher auch vielleicht agile Methoden anwenden möchte. Ich denke es ist an dieser Stelle auch nicht immer so ein Entweder Oder. Es kann auch durchaus agile Methoden geben, die man durchaus in einem klassischen Vorgehen anwenden kann und andersherum auch. #00:10:01-9#

Also da empfiehlt es sich für Sie als Unternehmen oder in ihrer IT-Organisation die richtige Vorgehensweise zu finden, sodass es halt vielleicht in einer Übergangsphase mit einem gemischten Vorgehen funktioniert. Vielleicht haben Sie auch Themen, wo das gar nicht sinnvoll ist agil vorzugehen und anders herum, vielleicht haben Sie Themen, wo das sehr, sehr sinnvoll wäre agil vorzugehen. Das muss man eben im Einzelfall dann entscheiden. Aber das schreiben sie dann auch in ihrer IT-Strategie für sich selber fest. Da gibt eben kein Standard-Vorgehen sozusagen.

5. IT-Prozesse und IT-Sicherheit.

Das ist der nächste Punkt. Da sollte man darauf achten, zum einen, was Sie für Prozesse innerhalb ihrer IT selber haben. Das wäre zum einen Teil mal der Strategieentwicklungsprozess, Sie haben ein Controlling-Prozess, Sie haben vielleicht noch einen Produkt- und Service-Entwicklungsprozess, Sie haben das klassische IT-Servicemanagement mit seinen Prozessen, nach ITIL oder wie auch immer das bei ihnen aufgebaut ist. #00:11:02-4#

Und Sie sollten sich über ihr IT-Sicherheitsmanagement Gedanken machen. Vor allen Dingen im Hinblick darauf, wenn Sie mehr und mehr Produkte und Services anbieten, die auch über das Internet abgerufen und empfangen werden. Da sind Sie doch mit der IT so weit, dass Sie deutlich mehr Systeme ans Internet direkt anschließen und eben nicht mehr im geschützten Firmennetz sozusagen oder schon noch im geschützten Firmennetz anbieten, aber doch deutlich mehr Schnittstellen zum Web. Und das sollte eben auch besonders dann da berücksichtigt werden.

6. IT-Architektur | Lösungs-Design

Gut, der nächste Punkt IT-Architektur und Lösungs-Design. Worum geht es bei IT-Architektur? Das umfasst viele Bestandteile und viele Bereiche. Zum einen aus meiner Sicht das ganze Thema Infrastruktur. Haben Sie ein eigenes Rechenzentrum? Ja oder Nein. Haben, möchten Sie das in Zukunft weiter betreiben? Ja oder Nein. Was sind Ihre Infrastruktur-Anforderungen? Können Sie sich vielleicht damit beschäftigen Cloud Lösungen einzuführen? Sowohl auf der Infrastruktur-Seite, aber eben auch, das ist nämlich der nächste Block auf der Anwendungssoftware-Seite. #00:12:04-5#

IT-Architektur umfasst die Infrastruktur, aber auch die Anwendungslandschaft. Zum Beispiel so Themen wie Standardsoftware oder haben Sie gewisse Sachen, die Sie individuell für sich selber entwickeln? Da kommt eben auch das ganze Thema Lösungs-Design mit rein. Das, was wir eben unter Innovation schon mal gehört haben. Auch hier sind zum Beispiel Design Thinking Methoden sehr, sehr wertvoll, um einfach mal zu schauen, wie soll ich denn eigentlich so eine Softwarelösung konzipieren und designen, damit sie auch meinem Kunden nützt und damit der das auch möglichst einfach von seiner sogenannten User Experience erleben kann.

In dem Thema IT-Architektur spielt mehr und mehr auch wie so eine Zwischenschicht, also bestimmte Plattformen eine Rolle, über die ich gewisse Services bereitstellen kann. Der klassische Service-Layer. Die neuen Entwicklungen gehen dahin, dass man mehrere Programmiersprachen zulässt. Das nennt sich Polyglott und auch dahin, dass man mit bestimmten Micro Services, also ganz kleinen Services diese Architektur so aufbaut, dass ich kleine Services habe, die ich dann mehrfach verwenden kann und die in meinem Service-Layer vorhanden sind. #00:13:12-0#

Und die Frontend-Tools bedienen sich eben nur noch dieser Micro Services und sozusagen bieten dann diesen Service vorne am Frontend für den Nutzer an. Also solche Sachen kann man durchaus berücksichtigen in der IT-Strategie unter dem Block IT-Architektur und Lösungs-Design.

7. Lieferanten-Management

Es ist gerade auch schon angeklungen. Wenn wir jetzt zum nächsten Punkt gehen, Lieferanten-Management, dass wir vielleicht nicht mehr alles durch Cloud-Lösungen oder durch andere Entwicklungen, die wir vielleicht vorsehen in der IT Strategie, nicht mehr alles selber fertigen. Vielleicht haben wir das auch in der Vergangenheit nicht getan oder Sie haben heute schon bestimmte Lieferanten die Sie als feste Lieferanten eingeplant haben. Dann ist die Frage, wie managen Sie diese Lieferanten? Wie entscheiden Sie, wann etwas eingekauft wird oder welche Kriterien legen Sie da zugrunde? #00:13:59-8#

Aus meiner Sicht sind da zwei Punkte zu berücksichtigen. Zum einen haben Sie einen geschäftskritischen Prozess oder ein geschäftskritisches System. Dann sollten Sie sehr genau überlegen, welche Partner und ob sie überhaupt Partner damit ranlassen. Ich hatte das auch schon mal gesagt. Das wäre so als würde Google zum Beispiel seinen Suchalgorithmus outsourcen. Also, wenn Sie etwas haben, was ganz konkret nur auf ihr Geschäft passt oder wo sie einen Wettbewerbsvorteil mit haben, dann sollten Sie sehr genau überlegen, ob Sie das Auslagern oder ob Sie sich selber intern das Knowhow dafür aneignen. Weil das kann durchaus zukünftig auch ein sehr großer Wettbewerbsvorteil sein.

Dann der nächste Punkt. Wieviel Provider sind denn eigentlich beteiligt? Haben sie präferierte Lieferanten? Was ist ein Vor- und Nachteil, wenn sie zum Beispiel die Auswahl beschränken auf verschiedene Lieferanten? Das ganze Thema Lieferantensteuerung sollten Sie überlegen. Haben Sie Service Level Agreements und wenn ja wie sind die gestaltet? #00:14:58-8#

Müssen die auch vielleicht noch einmal umgestaltet werden, wenn sie jetzt zukünftig vielleicht nochmal andere Komponenten in ihre IT-Architektur einbinden? Das heißt, all das sollte man unter dem Block Lieferantenmanagement nochmal betrachten.

8. Anforderungs-Management

Und dann haben wir den nächsten großen Block, das ist das Thema Anforderungsmanagement. Anforderungsmanagement, was heißt das eigentlich? Anforderungsmanagement ist, wenn der Fachbereich und die IT zusammenarbeiten und die Anforderungen klären für eine neue Software, ein neues Produkt oder einen Service. Also es wird auch allgemein häufig unter dem klassischen Namen Business und IT Alignment gefasst. Man könnte auch ganz einfach sagen, es geht darum die Kundenschnittstelle zu managen. Wo wären die Anforderungen vom Kunden mit der IT zusammen besprochen und wie können Sie dann daraus bestimmte Services und Produkte entwickeln? Und was ist dem Kunden vor allen Dingen wichtig? Was sind seine Kriterien, die er in jedem Fall erfüllt haben will und was sind vielleicht Anforderungen, die nice to have sind? #00:15:59-2#

Anforderungen, auf die der Kunde verzichten kann, die jetzt nicht in der ersten Version gleich vorhanden sein müssen. Und so kann man das eigentlich gut aufteilen, damit Sie auch, wenn Sie agil zum Beispiel arbeiten, ein Produkt entwickeln können, was zunächst einmal die Mindestanforderungen hat, ein Minimum Viable Product, wo Sie dann erstmal sagen können, das sind die Basis-Anforderungen, die haben wir jetzt geliefert in Version 1 und dass sie in Version 2 eben immer weiter diese anderen Funktionalitäten anbauen.

Und solche Anforderungen können aus verschiedenen Bereichen Ihres Unternehmens kommen. Sie können zum einem Anforderungen aus allen Fachbereichen haben. Es ist ganz klar, das haben Sie heute auch schon. Wenn Sie vielleicht überlegen eine gewisse digitale Unit aufzubauen, dann können Sie auch aus dieser noch Anforderungen bekommen. Dann geht es eben darum auch zu gucken, wie geht man da mit den verschiedenen Anforderungen um? Die können sich vielleicht auch mal widersprechen. Auch das gehört aus meiner Sicht dazu in der Kundenschnittstelle zu managen und die Anfragen können auch aus der IT selber kommen. #00:16:59-6#

Sie können auch Updates einspielen oder Sie können andere Sachen haben. Und auch das sollte eigentlich über diesen Anwendungs- oder über diesen Anforderungsmanagement Prozess gehen aus meiner Sicht. Dass Sie alle Anforderungen, die an ihre IT, an Ihre Teams gestellt werden, über einen zentralen Weg lenken, dass Sie sie zum einen auch erfassen und dokumentieren und wissen, was wurde wirklich geändert oder was wird auch angefragt? Und es dann auch entsprechend managen können. Dass Sie es eben auf der Zeitschiene einplanen können und in Ihr Projekt-Portfoliomanagement auch entsprechend eingeben können.

Diese Verbindung ist häufig, das sehe ich in Firmen, die ist nicht ganz durchgängig und es wäre glaube ich sehr, sehr, sehr gut, dass in der Zukunft für Ihre strategische Ausrichtung auch dieser Prozess durchgängig ist und nicht irgendwo zwischendrin stoppt.

9. Menschen und Kultur | Transformation

Der letzte Baustein einer IT-Strategie ist jetzt hier der letzte, aber es ist eigentlich auch ein ganz, ganz wesentlicher Punkt. Ist das Thema „Menschen Kultur und Transformation“. Ich hatte auch gesagt, das ist eigentlich das Fundament dieses IT-Strategie-Hauses und da geht es darum zu verstehen, was sind denn die Skills Ihrer Mitarbeiter, was sind die Fähigkeiten, die sie heute haben? #00:18:07-0#

Vielleicht haben Sie auch schon bestimmte Fähigkeiten oder so eine Fähigkeitsanalyse schon mal gemacht, dass Sie das schon mal ausgewertet haben. Sie sollten sich in jedem Fall überlegen, welche Fähigkeiten benötigen Sie als IT-Organisation in der Zukunft und was sollten natürlich Ihre Mitarbeiter dann auch mitbringen? Vielleicht entsprechende Schulungsprogramme auszuarbeiten, bestimmte Trainingsmaßnahmen einfach zu überlegen.

Überlegen Sie sich doch mal, wenn Sie vor allen Dingen auch wachsen wollen und ausbauen wollen, was motiviert denn einen Mitarbeiter in Ihrer Firma zu arbeiten? Warum soll der ausgerechnet bei ihnen in der IT arbeiten? Was macht Sie besonders? Und was sind so die Fähigkeiten, die vielleicht auch einzigartig für Ihre Firma sind. Das Thema Arbeitsklima. Wie wollen Sie die Kultur gestalten im Unternehmen, dass es auch für die Mitarbeiter interessant ist, dass sie auch gerne bei ihnen arbeiten und dass sie vor allen Dingen, wenn sie das tun, also gerne bei ihnen arbeiten auch für ihre Kunden, das maximale Ergebnis liefern. #00:19:08-9#

Also wirklich dann auch innovativ sind, kreativ sind, sich Gedanken machen und sich einbringen. Ich denke das ist extrem wichtig und da sollten Sie auch ein Stück weit drauf achten, wenn Sie Ihre IT-Strategie festlegen. Bei allen Kostenzwängen, die es gibt und die auch in den Controlling-Themen immer mitberücksichtigt werden. Aber auch nicht nur Kosten entscheiden, sondern nachher auch wie schnell ihre Mitarbeiter das vielleicht umsetzen können. Spart im Endeffekt auch an der einen oder anderen Ecke Kosten und es macht ihr Ergebnis auch noch besser aus meiner Sicht.

So viel für heute zu den Bausteinen der IT-Strategie. #00:20:04-6#

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Bildnachweis: © CC0 Public Domain/ pixabay.com

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